Die deutsche Telekom hat grünes Licht für ihre Ausbaupläne zum Thema Vectoring.

Am vergangenen Montag stimmte die Bundesnetzagentur den Ausbauplänen der deutschen Telekom zu. Hierbei geht es um den Ausbau des Netzes in Deutschland, mit einer Technik namens „Vectoring“. Bei dieser Technik werden die alten Kupferkabel weitergenutzt und lediglich ein paar Änderungen an den Schaltschränken vor der letzten Meile vorgenommen. Diese Modifikationen gestatten einen Downstream von bis zu 100 Mbit und 40 Mbit im Upstream. Die Vorteile für den Nutzer liegen damit eigentlich schon auf der Hand – mehr Geschwindigkeit!

Der Einsatz dieser Technik hat aber auch Nachteile. Abgesehen davon, dass die Telefonie nur noch über VoIP stattfinden kann, ist der Geschwindigkeitsvorteil stark von der Leitungslänge abhängig. Je länger diese ist, umso schwächer fällt der Effekt aus. Kritiker sehen gar ein Ausbremsen des Glasfaserausbaus. Die Lichtleitertechnik wäre zukunftssicherer und hätte mehr Potenzial, so heißt es in Expertenkreisen. Auch wenn die Bonner Firma den Vectoring-Ausbau mit ca. einer Milliarde Euro veranschlagt, im Vergleich zu Glasfaser ist dies klar die günstigere Variante für die Telekom. Anders kann man das Vorhaben der Bundesregierung, alle Haushalte bis 2018 mit mindestens 50 Mbit/s zu versorgen, in der angegebenen Zeit aber wohl nicht realisieren.

Da die Telekom mit dem Vectoring-Ausbau quasi über die betroffenen Verteilerkästen bestimmen kann, sehen viele die Rückkehr einer Monopolstellung. Laut den festgelegten Rahmenbedingungen muss man allerdings die Möglichkeit einräumen, dass auch Mitbewerber eigene Produkte über den Hauptverteiler anbieten dürfen. Das letzte Wort ist aber noch nicht gesprochen, denn die finale Entscheidung fällt erst Anfang 2016, da das Kartellamt und die EU-Regulierungsbehörde noch zustimmen müssen.

Glaubst du, das Monopol kommt wieder?

[Standardsatz]

Quelle(n): pcgameshardware.de

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