Das waren noch Zeiten, als Multiplayer noch bedeutet hat, sich mit Freunden vor dem Röhrenfernseher zu versammeln. Auf einem ohnehin schon zu kleinen Bildschirm zockten mehrere Freunde zusammen im Split-Screen. So sah Multiplayer zu Zeiten des NES oder der Playstation 1 aus. Heute bedeutet Multiplayer meist etwas anderes. Mit Headset und eigenen Bildschirm, spielt man zusammen „Minecraft“ oder „„ARK Survival Evolved“ übers Netz. Dafür benötigt man allerdings einen eigenen oder einen öffentlichen Gameserver.

Der eigene Gameserver ist ein Traum für viele Zocker. Schließlich bestimmt der Besitzer eines Servers die Regeln, nach denen gespielt wird. Er kann Störenfriede oder Cheater kicken, die Map-Rotation oder Spielmodi anpassen und die unterstützten Spiele festlegen. Anders als bei normalen Web- oder Mailservern müssen Gameserver allerdings besondere Anforderungen erfüllen. Bei ihnen kommt es vor allem auf starke Leistung, die verwendete Hardware und eine schnelle Internetverbindung an. Schließlich müssen diese Server einen ungewöhnlich hohen Traffic bewältigen, ohne dass darunter die Ping-Zahlen leiden. Geiz zahlt sich in diesem Zusammenhang nicht unbedingt aus. Sind die nötigen Voraussetzungen nicht gegeben, bezahlt man das am Ende mit Rucklern, Lags und langen Ladezeiten. Darunter leidet vor allem der Spielspaß. Möchte man einen entsprechenden Server mieten, sollte man dies bei einem professionellen Hoster, wie 1&1, tun. Der kann die benötigte Leistung problemlos bereitstellen und übernimmt darüber hinaus auch den Betrieb und die Wartung des Servers. Geiz und private Server gehen hingegen schnell auf Kosten des Gaming-Vergnügens.

Das Spiel bestimmt die Anforderungen

Die benötigte Hardware eines Gameservers wird durch das Spiel bestimmt. Jedes Spiel hat seine eigenen Anforderungen und setzt individuelle Schwerpunkte. Manche Spiele benötigen mehr RAM, während andere höhere Ansprüche an den Prozessor (CPU) oder die Grafikkarte stellen. Daher können die Anforderungen an einen Gameserver kaum verallgemeinert werden.

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  • Ein Minecraft-Server hat beispielsweise geringe Anforderungen an die verbaute Hardware. Sowohl Prozessor als auch Grafikkarte werden durch das Klötzchen-Spiel kaum beansprucht. Allerdings hat auch Minecraft eigene Ansprüche an die Hardware. Grund dafür ist die Codebasis des Spiels, die auf der Programmiersprache Java basiert. Java benötigt relativ viel Arbeitsspeicher. Wer einen entsprechenden Server mit vier bis sechs Spielerslots ausstatten möchte, sollte dafür mindestens 4 GB RAM einkalkulieren. Bei mehr Spielern sollte die verwendete RAM-Zahl entsprechend steigen. Ansonsten kann der Server das Spiel nicht in gewollter Geschwindigkeit stemmen. Generell gilt bei allen Servern: Je höher die Spielerzahl, desto der RAM.
  • Bei ARk Survival Evolved liegen die Serverprioritäten etwas anders. ARK hat wesentlich höhere Anforderungen an CPU, Grafikkarte und RAM, als es bei Minecraft der Fall ist. Des Weiteren bieten ARK-Gameserver mit bis zu 120 Slots einer wesentlich höheren Spielerzahl Platz. Die Hardware des Servers sollte daher bei einer mittleren Spielerzahl mindestens 8 GB RAM umfassen und CPU und Grafikkarte sollten in der preislichen Mittelklasse liegen. Andernfalls kann der Server den anfallenden Traffic nicht ausreichend bewältigen. Unter Volllast benötigt ein solcher Server dementsprechend mindestens 16 GB RAM. Soll mit dem Gameserver hingegen ein performance-lastiger Shooter wie „Battlefield 4“ gespielt werden, steigen die Anforderungen an die Hardware natürlich noch weiter an.

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